Das Bauernmuseum "Edelmannshof"

Die Keimzelle des Oberpfälzer Freilandmuseums ist der an Ort und Stelle erhaltene "Edelmannshof" im drei Kilometer entfernten Perschen. Diese ehemalige, 1605 ausgebaute Pfarrhofanlage wurde 1964 als "Oberpfälzisches Bauernmuseum Perschen" eröffnet und zählt somit zu den ältesten Museen seiner Art in Bayern. 1977 übernimmt der Bezirk Oberpfalz die Trägerschaft des Museums im Rahmen des geplanten Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen.
 

Der Edelmannshof

Blick in den Innenhof des "Edelmannshofs"
 

Der "Edelmannshof" ist ein langgestreckter Dreiseithof, dessen vierte Seite durch das Hoftor abgeschlossen wird.
 
Das Bienenhaus im Edelmannshof     

Taubenschlag im Innenhof
 

Gleich neben dem Eingang auf der linken Seite steht der "Troi-Kastn" (Getreidespeicher), der aus Losenried im Altlandkreis Roding hierher transferiert worden ist. An der östlichen Giebelwand des Wohnhauses ist der Backofen angebaut, dem die zum Brotbacken nötigen Geräte beigestellt sind. Ein nach altem Vorbild erbauter Taubenschlag und ein Pumpbrunnen mit Granittrog sind ebenfalls im Innenhof zu sehen.
Durch die Haustür gelangt man über die steinerne Gred sowohl in das Wohnhaus als auch in den Kuhstall ("Wohnstallhaus"). In den Räumen sind alte Gerätschaften und Einrichtungsgegenstände ausgestellt.Der Stadel (Scheune) dient heute als Veranstaltungs- und Ausstellungsraum. In der angrenzenden Streuschupfe stehen Wagen und Ackerfahrzeuge, im früheren Ochsen- und Pferdestall sind ebenfalls landwirtschaftliche Geräte zu sehen. Die Wagenschupfe beherbergt einen alten Lanz-Bulldog und ein "Lokomobile", d. h. eine fahrbare Dampfmaschine.

Nach dem Rundgang durch das Bauernmuseum kann sich der Besucher im Brotzeitstüberl, dem früheren "Hobernbodn", mit einer deftigen Bauernbrotzeit stärken.

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